Uwe Rakow


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AD(H)S Kinder

Hypnose

Lösungen von AD(H)S - Symptomen bei Kindern

"Geistiges Karate"
bei Kindern und Jugendlichen,
ein lösungsorientierter Ansatz bei AD(H)S

Das von meiner Kollegin und Buchautorin Claudia Renner und mir entwickelte Therapieverfahren wendet sich nicht nur an AD(H)S- Kinder und Jugendliche, sondern auch an Kinder mit Ängsten, Leistungsblockaden, Asthma, Tics und Tourette-Syndrom, Spannungskopfscherzen, Enuresis etc.
Ich möchte hier kurz auf Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität, ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) oder ADHS genannt, eingehen.
Bis zu 10% eines Jahrganges unter Kindern und Jugendlichen leiden unter Unkonzentriertheit, Unruhe und Hyperaktivität. Aber auch Erwachsene leiden oft an den Folgen der Störung, die Depressionen und Suchterkrankungen hervorrufen kann.
Neueste Untersuchungsergebnisse belegen, dass AD(H)S als jetzt häufigste Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen genetisch bedingt ist und als neurobiologische Erkrankung mit beträchtlichen Störungen in Gehirnbereichen, z.B. kleinere Gehirnschaltkreise und geringeres Gehirnvolumen und geringeres Aktivitätsniveau im Frontalhirn eingestuft wird.
LeDoux, ein weltberühmter Neurologe, hat nachgewiesen, dass zwischen der Amygdala, dem Gefühlszentrum der Angst und dem Frontalhirn, dem Zentrum der Planung und Ausführung komplexer Aufgaben und Aufmerksamkeit, ein Wettkampf stattfindet und die Amygdala stärkere Verbindungen zum Frontalhirn hat als umgekehrt. Deshalb kann die Vernunft nicht die Gefühle beherrschen. Bei Kindern mit AD(H)S weist die rechte Frontalhirnhälfte eine Minderdurchblutung auf und der laterale präfrontale Cortex, der an der selektiven Aufmerksamkeit beteiligt ist, erhält auf Grund mangelnden Trainings zu wenig Impulse
In diesem Zusammenhang verdrängt das Fokussieren auf die Medizinalisierung und Psychiatrisierung kindlich-jugendlicher Verhaltensauffälligkeiten mit psychoaktiven Stimalanzien wie Methylphenidat (Ritalin, Medikinat, Concerta) die wahren Ursachen der Leiden der Beteiligten im psychosozialen Bereich.
Götz Eisenberg, Gefängnispsychologe in Butzbach, hat in der Frankfurter Rundschau unter dem Titel "Der Außenseiter" die kindliche Hyperaktivität treffend als die manische Alternative zum Autismus bezeichnet und beklagt, dass wir unsere Kinder oft genug in eine vom Markt entfesselte Welt und der elektronischen Medien hineinstürzen lassen, ohne dass der "Air-Bag Familie", wie auch immer er sich sich darstellt, die Kinder abfedert.
Ich stimme Götz Eisenberg zu, wenn er die Kälte und Gleichgültigkeit in vielen Familien genau so anprangert wie das Versagen vieler Pädagogen in ihren kalten von Leistungskonkurrenz durchdrungenen Schulfabriken mit oft 30 Kindern in den Klassen.
Er appelliert und ruft nach Pädagogen, die als uneingeschränkte von Selbstbewusstsein getragene Autorität und sich-selbst-gebender Mensch präsent sind, um schwierigen und gefährdeten Kindern und Jugendlichen zur Seite zu stehen.
Ich fordere in Übereinstimmung mit Eisenberg und vielen Experten, dass wir uns die Bildung an Schulen endlich etwas kosten lassen, z.B. die Klassenmesszahl auf 20 Schülern wie in anderen Ländern senken, mehr Sozialarbeiter und Lehrer einstellen, damit viele Kinder den Endstationen "Polizei oder Gefängnis" entgehen.

Deshalb biete ich nach entsprechender Ausbildung diese Therapieform als Hilfe zur motivierenden Selbsthilfe an.
Ein Kind lernt dabei
-Zeit und Geduld aufzuwenden.
-feste gerechte Verhaltensregeln.
-klare Grenzen und Konsequenzen zu erfahren
ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln.
Dies geschieht mit Unterstützung der Eltern unter therapeutischer Anleitung.
Ziel der Therapie ist es,
- die verdeckten Fähigkeiten und Werte des Kindes (Ressourcen) in seinem Erleben und Verhalten zu nutzen und zu entdecken.
- die Selbstregulationfähigkeiten des Kindes effektiv zu trainieren.
- genügend Reizschutz gegenüber Außenreizen aufzubauen und
- die Selbstwahrnehmung zu stabilisieren und zu erweitern.
Jedes Verhalten des Kindes wird dabei als Versuch einer Problemlösung im Sinne des systemischen Denkens und Handelns gesehen oder ganz praktisch gefragt:
Für welches (unsichtbare) Problem ist AD(H)S eine Lösung?
Der wirksame Einsatz von Hypnose bei Kindern
unter Verwendung systemischer Betrachtungsweisen, d.h. Einbeziehen des Umfeldes des Kindes, in welchen es Symptomträger im Verhalten ist, hilft beim Erfinden von Lösungen für das Kind.
Problemorientierte Theraphie ist bei Kindern kontrainduziert, d.h. nicht angesagt wegen der Gefahr der Retraumatisierung.Wiederholte Hypnoseinduktionen, so haben Neurologen, Psychiater und Kinderpsychotherapeuten herausgefunden, sind zum Training von Aufmerksamkeitsleistung hervorragend geeignet.
AD(H)S-Kinder unterscheiden sich, was die Hypnotisierbarkeit angeht, kaum von den Normwerten ihrer Altergruppe.Gerade das aufmerksamkeitsdefizite Frontalhirn kann durch wiederholte Hypnosesitzungen vielseitig trainiert und aufgebaut werden, wobei wir uns bei aufmerksamkeitsgestörten Kindern damit abfinden können, keine tiefe halbstündige Trance zu induzieren, sondern kurze Tranceinduktionen angepasst an das Tempo des Kindes.
Wichtig ist dabei das Üben von Selbsthypnose nach festen Ritualen, um dem Kind das Gefühl der Selbstkontrolle und Bewältigung zu geben und das gewünschte Verhalten durch ständiges Wiederholen von geeigneten Vorstellungsbildern zu verstärken.
Kinder mit AD(H)S -Symptome brauchen 10-20 Sitzungen, wobei sie mit kinesiologischen Übungen, Gehirnfettsäuren wie Efalex oder Focus IQ und Homöopathika unterstützt werden.
Neuerdings werden auch Neurofeedbackgerate eingesetzt, deren Wirksamkeit aber nicht der lösungsorientierten Arbeit mit Kindern in Trance=Hypnose entspricht.


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